Die natürlichen Reinigungskräfte im Aquarium
In so manchem Aquarium entdeckt man beim genaueren Hinschauen zarte Fische, die sich ständig an den Scheiben, an den Steinen und an ihren Artgenossen zu schaffen machen. Sie fallen durch ihr Streifenmuster oder eine in Blau, Gelb und Lila schimmernde Farbgebung auf. Der Fachmann bezeichnet sie auf Lateinisch als Labridae, auf Deutsch Putzerlippfische. Sie gehören zu den barschartigen Stachelflossen und damit zur Familie der echten Knochenfische. Der kleinste Vertreter dieser Art ist der Minilabrus Striatus, dessen natürlicher Lebensraum das Rote Meer ist.
Allen gemeinsam ist es, dass sie sich vor allem im flachen Wasser in der Nähe der Küste aufhalten. Damit sind sie für die Haltung im Aquarium besonders gut geeignet. Selbst die größeren Fische, die sich sonst auch nicht scheuen, ihre Artgenossen zu fressen, verschonen die Putzerfische, denn sie übernehmen wichtige Aufgaben bei der Körperpflege. Sie fressen ihnen im wahrsten Sinne die Parasiten von den Schuppen und entfernen abgestorbene Haut. Damit tragen sie einen erheblichen Teil zur Gesunderhaltung der so behandelten Fische bei.
In einem Aquarium ist das Potential der zu betreuenden Artgenossen natürlich nicht allzu hoch. Also machen sich die Putzerlippfische auch über das sonstige Inventar her. Man kann ihnen zuschauen, wie sie Verunreinigungen biologischer Natur von den Pflanzen und Steinen, aber auch vom Glas des Aquariums fressen. Man sollte sich bei den Putzerfischen vom Fachhändler sehr genau beraten lassen, welche Unterarten diese Art der Ernährung nur als Jungtier aufweisen und bei welchen man während des gesamten Lebens voraussetzen kann, dass sie sich als die natürlichen Reinigungskräfte im Aquarium betätigen.